Im Oktober 2012 haben wir uns als Jugendmitarbeiter zwei Tage lang zusammengesetzt, um über die Jugendarbeit in der Gemeinde nachzudenken. Zunächst haben wir uns damit befasst, wie die derzeitige Situation ist und was unsere Wünsche für die Jugend sind. Dabei haben wir ganz viele Eindrücke und Ideen zusammen getragen, die es dann zu sortieren und zu gewichten galt.

Schließlich haben sich dann zwei Punkte herauskristallisiert, auf die wir bei der zukünftigen Arbeit gerne den Schwerpunkt legen möchten: Die Bereicherung des Jugendkreises am Freitagabend mit Jugendgottesdiensten und die Förderung von Jüngerschaft in Form von Kleingruppen.

 

Warum diese beiden Scherpunkte? Dafür gibt es einige Gründe – hier einmal die wichtigsten:

Zum einen hoffen wir dadurch Jugendliche in ihrer Glaubensentwicklung zu fördern und ihnen einen geschützten Raum zu geben, in dem sie ihre Begabungen entdecken, ausprobieren und entfalten können.

Zum anderen hat ein Gottesdienst, den wir am Ende der Norwegenfreizeit gefeiert haben, sehr bleibenden Eindruck bei uns als Mitarbeitern hinterlassen. Denn es war eine sehr begeisternde Erfahrung, zu erleben, wie Jugendliche einen Gottesdienst für andere Jugendliche gestaltet haben. Er war schlicht und einfach, aber durch persönliche Berichte und Zeugnisse trotzdem sehr persönlich und tief. An diesem Punkt haben wir gemerkt: Hier ist eine Sehnsucht nach mehr – das muss irgendwie weitergehen!

Ein dritter Grund, der für diese beiden Schwerpunkte in der Jugendarbeit unserer Gemeinde spricht, ist, dass sie Ausgangspunkte für mehr sein können. So hoffen wir, dass durch das Zusammenspiel von Jugendgottesdiensten und Kleingruppen wir als Jugend Stück für Stück auch auf anderen Gebieten Fortschritte machen, dadurch das wir Jesus Raum geben unseren Glauben wachsen zu lassen und unser Leben in vielerlei Hinsicht zu prägen. 

Das veränderte Konzept ist also ein offenes Konzept, das Hoffnung auf mehr macht. Denn die beiden Elemente „Jugendgottesdienst“ + „Kleingruppen“ sind Etappenziele und wir hoffen sehr, dass sie sich in Zukunft gegenseitig ergänzen bzw. gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken und Startpunkte auf anderen Gebieten setzen. Die Herausforderung dabei ist, in Bewegung zu bleiben.

 

 

Was uns für den Jugendgottesdienst wichtig ist…

Besonders wichtig ist uns für den Jugendgottesdienst die Perspektive, dass wir als Jugend ein Teil der Gemeinde sind. Deswegen wollen wir bei dem Jugendgottesdienst nicht nur uns, sondern die ganze Gemeinde im Blick haben. Auf kurze Sicht ist zunächst unser Ziel, Jugendlichen Raum zur Entfaltung und Weiterentwicklung zu geben. Darüber hinaus ist aber auf lange Sicht unser Ziel, dass wir als Jugendliche auf vielfältige Weise eine Bereicherung für die ganze Gemeinde sind. Diese Perspektive wollen wir von Anfang an beim Jugendgottesdienst mit im Blick haben.

Deswegen ist es uns enorm wichtig, viele Jugendliche an der Vorbereitung der Jugendgottesdienste zu beteiligen – nach dem Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“, wie auf der Norwegenfreizeit. So wollen wir als Jugendmitarbeiter vor allem Begleiter für die Vorbereitungsteams sein, während die jeweiligen Teams von Jugendlichen geleitet werden.

 

 

Was uns für Kleingruppen (KG) wichtig ist…

Kleingruppen sind in unseren Augen eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum Jugendgottesdienst und dem sonstigen Programm am Freitagabend. Denn hier kann es konkreter und persönlicher zugehen, indem z.B. Themen des Jugendgottesdienstes noch einmal im Gespräch vertieft werden und auf das persönliche Leben „runter gebrochen“ werden.

In dem Zusammenhang erscheint es uns auch wichtig, dass sich einzelne Personen innerhalb der Kleingruppen bereit erklären die jeweilige Gruppe zu leiten. Auch mit den bereits bestehenden Kleingruppen wollen wir uns auf die Suche nach diesen Personen machen. Die Kleingruppenleiter kümmern sich dann z.B. um die Regelmäßigkeit der Treffen, aber müssen natürlich nicht jedes Treffen selber vorbereiten und durchführen. Bei all dem wollen wir die Kleingruppen und ihre Leiter nicht sich selbst überlassen, sondern möchten ihre Arbeit auf verschiedenen Wegen unterstützen.

 

Wie wir Kleingruppen in ihrer Arbeit stärken wollen…

Da die Begleitung und Unterstützung der Kleingruppen und ihrer Leiter eine sehr zeitintensive, aber zugleich auch sehr wichtige Aufgabe ist, suchen wir nach einer Person, die sich als Coach für die Kleingruppen speziell um diese Aufgabe kümmert. Zum einen könnte sie den Kleingruppen helfen ihr jeweils eigenes Profil zu entwickeln und immer wieder zu erneuern. Zum anderen könnte sie sich um die thematische Vernetzung mit den Jugendgottesdiensten bemühen, so dass einzelne Themen in den Kleingruppen gezielt vertieft werden.

 

Was uns für die sonstige Gestaltung des Freitagabends wichtig ist….

Auch in Zukunft bleiben neben den Jugendgottesdiensten und den Kleingruppen gemeinsame Aktionen am Freitagabend wichtig, um die Gemeinschaft untereinander zu fördern. So soll es einerseits an den Freitagabenden, an denen kein Jugendgottesdienst stattfindet, weiterhin abwechslungsreiches Programm geben. Andererseits ist geplant, dass es auch nach den Jugendgottesdiensten jeweils „kleinere“ Angebote gibt, die die Gemeinschaft stärken und für Neue öffnen.

Dieses veränderte Konzept lebt maßgeblich davon, dass sich Jugendliche mit anderen und für andere Jugendliche einbringen. Hast du Lust mitzumachen? Dann melde dich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!