Leitsätze der Freien evangelischen Gemeinde Vohwinkel

Gott sehnt sich danach, eine vertrauensvolle Beziehung zu allen Menschen zu haben. Deshalb hat er seine Gemeinde beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass die Menschen ihn kennen - und von Herzen lieben lernen.

Der grundlegende Satz, der über aller Arbeit unserer Gemeinde steht, lautet darum:

           "Wir möchten, dass viele Menschen Gottes Liebe erfahren

                   und ihn von ganzem Herzen lieben lernen,

                         dass sie als Einzelne und als Gemeinschaft

                               im Glauben wachsen und für andere da sind.“

Jede Aktivität und Äußerung unserer Gemeinde lässt sich darum direkt oder indirekt auf diesen Satz zurückführen.

1. Menschen mit Gott bekannt machen

(Johannes 3,16)

Dass Menschen Gott kennen lernen, wie er wirklich ist, war das wichtigste Anliegen Jesu. Darum ist es das erste Ziel unserer Gemeindearbeit, dass möglichst viele Menschen diesen Gott kennen lernen und ihr Leben seiner Führung anvertrauen.

Diese Vertrauensbeziehung zu Gott ist der Schlüssel zu allem, was der christliche Glaube für einen Menschen bereithält. Wir glauben, dass jeder Christ – nach seinen Möglichkeiten – mithelfen kann, dass Menschen mit der guten Nachricht von der Liebe Gottes erreicht werden.

2. Als Gemeinschaft leben

(Epheser 4,15-16)

Wir sind als Christen nicht nur berufen zu glauben, sondern auch miteinander zu leben, d.h. einander zu begleiten, uns gegenseitig liebevoll aufzubauen, zu helfen und sich helfen zu lassen. Denn Gott hat das Leben seiner Menschen auf Gemeinschaft hin angelegt.

Erst in der christlichen Gemeinschaft kann der Glaubende das volle Potenzial entwickeln, das Gott in ihn hineingelegt hat. Die Gemeinschaft hilft, den Glauben zu erhalten und zu stärken.

3. Im Glauben wachsen

(Kolosser 3,16-17)

Christen sollen in unserer Gemeinde ermutigt und befähigt werden, in ihrem Glauben zu wachsen und zu reifen.

Im Glauben wachsen bedeutet, mehr und mehr darauf zu vertrauen, dass eine Lebensführung in den Spuren Jesu zum sinnerfüllten Leben führt. Zu solchem Vertrauen gehört es, sich zunehmend für die Botschaft von der Liebe Gottes in Wort und Tat einzusetzen.

4. Für andere da sein

(Markus 10,44-45)

Christen sind dazu berufen, nach ihren Gaben und Möglichkeiten für andere da zu sein und ihren Mitmenschen zu dienen, so wie Jesus uns gedient hat. Gemeinde ist nicht für sich selbst da.

Gott selbst setzt sich unablässig für das Heil und Wohl der Menschen ein. Deshalb ist es Auftrag der Gemeinde und jedes einzelnen Christen, dem Nächsten in und außerhalb der Gemeinde in seinen geistlichen, emotionalen, leiblichen und in seinen Beziehungsnöten zu helfen.

5. Gott von Herzen lieben

(1. Johannesbrief 4,16)

Das alles andere tragende Herzstück unserer Gemeindearbeit ist schließlich, dass Menschen Gott von ganzem Herzen lieben lernen. Diese Liebe am Brennen zu halten, ihr Ausdruck zu verleihen und andere mit ihr anzustecken, darin sehen wir unsere zentrale Aufgabe.

Darum spielt die Pflege der Gottesbeziehung in unserer Gemeinde eine wesentliche Rolle. Das geschieht im persönlichen und gemeinsamen Beten und Bibellesen, in Seelsorge und Beichte, über die Musik sowie im liebevollen Gestalten und Feiern von Gottesdienst und Abendmahl.

 

Wir glauben, dass jede der genannten fünf Dimensionen des Christseins für das Wachstum eines Christen und auch einer Gemeinde notwendig ist. Jede Vereinseitigung oder Vernachlässigung eines der genannten Aspekte führt zu einer ungesunden Entwicklung. Darum stellen wir in allen fünf Bereichen gezielt Hilfen bereit, damit Gemeinde nach dem Willen Jesu nicht ein bloßer Traum bleibt, sondern Realität wird.